Yoga auf dem Balance Pad

Das Balance Pad ist eine aus Kunststoff bestehende ca. 47 cm x 40 cm x 5,5 cm große Trainingsunterlage. Mit Übungen auf dem Balance Pad kann man sehr gut die Tiefenmuskulatur erreichen. Stellt man sich auf das Pad, so gibt der Kunststoff leicht nach und der Körper wird ständig gefordert das Gleichgewicht zu halten und die Gelenke zu stabilisieren. Es können konditionelle und koordinative Fähigkeiten wie Kraft, Ausdauer und Gleichgewicht geschult werden. Besonders die Rumpfmuskulatur wird durch das Stehen auf einem unebenen Untergrund trainiert. Durch eine starke Tiefenmuskulatur im Rücken und Rumpf können meist Rückenbeschwerden, welche durch Bewegungsmangel verursacht wurden, behoben werden. Zur Prävention von Rückenschmerzen ist das Balance Training ebenso gut geeignet. 

Ich habe ein paar Fotos hinzugefügt, auf denen man einige Übungen mit dem Pad erkennen kann. Das erste Foto zeigt die Yogastellung Vrksasana ( der Baum). Das kann in verschiedenen Schwierigkeitsstufen ausgeführt werden. So kann man z.B. neben dem fest verankerten Standbein, den Fuß des anderen Beines nur mit der Ferse erstmal an das Standbein anlehnen und mit dem Fußballen am Boden bleiben. Alternativ stellst du den Fuß auf der Wade oder den Oberschenkel des Standbeines ab. Du kannst dich auch noch mehr herausfordern, indem du die Augen schließt oder abwechselnd langsam zur rechten und linken Seite schaust. Ich bin ein Fan davon Übungen in den Alltag einzubauen: Zähneputzen auf einem Bein ist auch eine gute Gleichgewichtsübung!

Vrksasana – der Baum

Die Fotos unten zeigen die klassische Kniebeuge bzw. auch „Squat“ genannt (im Yoga: Utkatasana, die Stuhlhaltung). Stelle dir vor, du möchtest dich auf einen Stuhl setzen, aber du stoppst kurz bevor du dich hinsetzt und kommst dann aus der Kraft der Oberschenkelmuskulatur wieder in den hüftbreiten Stand. Wichtig ist, dass die Knie in Richtung Füße zeigen, aber niemals darüber hinaus gehen. Bleibe aufrecht und gerade im Rücken, verlagere dein Gewicht mehr auf die Fersen und schiebe dein Gesäß nach unten und hinten. Der Squat kann auch im Ausfallschritt ausgeführt werden. Stelle dafür deinen vorderen Fuß auf das Balance Pad. Das Gewicht ist hierbei gleichmäßig auf beiden Beinen verteilt. Komme mittig tief bis bei beiden Beinen ein 90 Grad Winkel entstanden ist zwischen Oberschenkel und Unterschenkel. Bei der Ausatmung schiebst du dich aus der Kraft von den Oberschenkeln wieder nach oben in die Ausgangsposition. Wiederhole die Übung auf jeder Seite mehrmals.

Auch deinen Bauch kannst du auf dem Balance Pad trainieren. Das Bild unten zeigt die Yogastellung Navasana, das Boot. Sitze mit deinem Gesäß auf dem Pad. Lehne deinen Oberkörper etwas zurück und hebe die Arme parallel zum Boden. Du kannst die Beine nun angewinkelt oder gestreckt abheben. 

Als Unterlage für eine Meditation zum Abschluss ist das Balance Pad natürlich auch schön. 🙂

Hier erhältst du z.B. das Balance Pad zur gezielten Muskelkräftigung. Viel Spaß mit den Übungen!

Faszienyoga gegen Rückenbeschwerden

Sitzen ist das neue Rauchen! Die Deutschen haben „Rücken“!

Etwa 80 % der Deutschen leiden in ihrem Leben mindestens einmal unter ungeklärten Rückenschmerzen. Schuld ist unsere Sitzkultur, Fehlhaltung durch nach unten geneigten Kopf um auf den Computer oder das Smartphone zu gucken und vor allem Stress. Ja, Stress und Rückenschmerzen können zusammengehören. Was der Arzt oft nicht mittels MRT oder Ultraschall diagnostizieren, aber der Osteopath oder Physiotherapeut fühlen kann, ist das verklebte Bindegewebe, sprich die verhärteten Faszien. 

Die Faszien durchziehen unseren gesamten Körper, umhüllen Organe, Muskeln, Muskelfasern und Sehnen. Dort im Fasziengewebe sitzen auch Schmerzrezeptoren, welche bei Stress und Bewegungsmangel aktiviert werden. Oft hat man auch Schmerzen in einem Körperbereich, obwohl die Faszien an einer anderen Stelle im Körper verhärtet sind. Dies hängt damit zusammen, dass die Faszien wie eine Perlenkette oder Gummibänder zusammenhängen. Eine Kette verläuft zum Beispiel von der Fußsohle (Plantarfaszie) über die Wade, der Oberschenkelrückseite entlang des Rückens bis hin zur Schädeldecke. Wird die Beinrückseite gedehnt, so kann sich dies daher auf Rückenschmerzen oder auch Nackenschmerzen positiv auswirken. 

Rückenschmerzen sind der Hauptgrund weswegen viele Menschen mit Yoga anfangen. Warum? Weil Yoga wirklich hilft! Natürlich kann auch Massage, Akupunktur oder Wasser trinken helfen, aber am effektivsten ist und bleibt immer noch Bewegung und Dehnung. Im Faszienyoga geht man auf die geschilderte Thematik besonders ein. Es wird gehüpft, dynamisch gedehnt und mittels Bällen und Rollen das Bindegewebe geschmeidig gemacht.  Überzeuge dich selbst und probiere es aus. 🙂

Hier findest du einen interessantes Video zum Thema Faszien.

Faszienbälle & Faszienrolle

Yoga & Ayurveda in Sri Lanka – Reisebericht einer Panchakarma Kur

Einmal im Winter der Kälte entfliehen und dazu noch täglich Yoga, frisches ayurvedisches Essen und Massageanwendungen. Einmal eine originale Panchakarmakur miterleben zu dürfen. Diesen langersehnten Traum habe ich mir im Februar 2019 an der südlichen Spitze von Sri Lanka erfüllt. Zusammen mit einer befreundeten Yogalehrerin ( Danni von mimoyoga), machte ich mich auf um die Insel -auch Träne Indiens genannt- zu besuchen. Nach ca. 12 Stunden Flug erblickten wir die saftig grüne Insel bereits während des Landeanfluges. Ein Dschungel voller grüner Palmen erwartete uns dort unten.

Doch nach der Landung mussten wir uns erst einmal durch den Schilderdschungel in der Ankunftshalle des Flughafens kämpfen. Dort erwarteten ca. 150 Taxifahrer mit großen Namensschildern in den Händen die zahlreichen Touristen. Nach ca. 10 Minuten hatten wir unseren Fahrer entdeckt und nach ca. 3 Stunden Autofahrt erreichten wir endlich die ersehnte kleine Ayurveda Oase. Die Autofahrt dorthin war übrigens schon ein Abenteuer für sich: Linksverkehr, ständiges hupen, kein Blinker setzen, stattdessen wurde auch in Kurven überholt. Manchmal fuhren 3 Autos nebeneinander auf der Straße, obwohl es nur zwei Spuren gab, aber wir haben es überlebt und man gewöhnte sich mit der Zeit auch etwas daran. Einen Unfall haben wir zumindest in der Zeit nicht gesehen. 😉

Endlich angekommen wurden wir mit einem ayurvedischen Mittagesssen in dem offenen Essbereich empfangen. Das persönlich geführte Hotel hatte Platz für max. 20 Gäste. Ruhig und entspannt ging es hier zu. Alle liefen barfuß. Das Mittagessen enthielt hauptsächlich viel Gemüse, Reis oder Kartoffeln, leckere Gewürze, auch öfters Zwiebeln und Knoblauch sowie stilles Wasser mit frischer Zitrone oder Limette.

Lecker und gesund: Mittagessen mit Reispfannekuchen & Gemüse

Anschließend gab es eine Konsultation und eine Typbestimmung bei der ayurvedischen Ärztin. Die ayurvedische Lehre unterteilt in drei verschiedene Typen (Doshas): Vata, Kapha, Pita. Wobei jeder Mensch einen gewissen Anteil der drei Doshas in sich trägt. Im Ayurveda wird ein möglichst ausgeglichener Zustand der drei Doshas angestrebt. Die Ärztin kontrollierte meinen Puls, indem sie ihren Zeigefinger, den Mittelfinger und den Ringfinger nebeneinander auf der Innenseite meines Handgelenks aufgelegte. Mit jedem Finger konnte sie so ein Dosha bestimmen. Zudem wurde der Blutdruck gemessen, die Zunge begutachtet, Gewicht und Größe notiert sowie Fragen nach dem gesundheitlichen Wohlbefinden gestellt.

Täglich gab es in der zweiwöchigen Panchakarmakur fünf verschiedene Massageanwendungen à ca. 30 min., ganz individuell auf seinen Typ abgestimmt (z.B.: Teilkörpermassagen, Stirnölguß, Gesichtsbehandlungen, Bäder etc.). Zudem gab es Vollpension: 7 Uhr Frühstück, 13 Uhr Mittagessen, 19 Uhr Abendessen. Auf Zwischenmahlzeiten sollte möglichst verzichtet werden. Wer dies wie ich nicht ganz aushielt, bekam nachmittags einen dünnen Fruchtdrink frisch gemixt oder Kräcker gereicht.

Ein Blumenbad krönte den Abschluss der Kur

Morgens um 6 Uhr gab es pünktlich zum Sonnenaufgang eine Yogastunde auf der Dachterrasse mit Blick auf den indischen Ozean. Ein Traum!

Yoga auf der Dachterrasse bei Sonnenaufgang

An den ersten beiden Morgen entfiel das Frühstück, stattdessen gab es einen Öl/Ghee Drink, damit die Toxine im Körper gebunden werden. Am 3. Tag hieß es dann „cleaning day“, d.h. es gab zum Frühstück lediglich einen Abführtee oder Abführtabletten. Bis zum Mittagessen musste man sich dementsprechend auf dem Zimmer aufhalten, sollte leichte Yogaübungen machen und sich in Toilettennähe aufhalten… An dem Tag fragte ich mich zugegebenermaßen, was ich mir in meiner Freizeit freiwillig antat, aber nach der Reissuppe mittags ging es wieder entspannt an den Pool.

Schon nach wenigen Tagen bemerkte man die positiven Auswirkungen der Kur: Ich fühlte mich entspannt, fit, voller Energie und kam zudem noch wesentlich tiefer in die Asanas herein (vermutlich weil alle Toxine aus dem Körper und insbesondere den Gelenken gespült worden waren). Zum Abschluss bekam man von den Ärztinnen noch eine Übersicht über seinen grundsätzlich vorherrschenden Dosha Typ, auch wenn der täglich aktuelle Doshatyp davon abweichen kann sowie eine Tabelle mit günstigen Lebensmitteln typgerecht zusammengestellt.

Es blieb auch noch etwas Zeit für Ausflüge nach Mirissa, Weligama, in die historische Stadt Galle, zu einer Bathikfabrik sowie zu einer wunderschönen Teeplantage auf der man auch Zimtbüsche, Pfeffergewächse, Zitronellagräser und Jackfruitbäume bewundern konnte. Auch einige Tempel, welche es dort fast an jeder Straßenecke gibt, konnten wir besuchen.

Leider bekam ich zum Urlaubende hin eine tragische Nachricht von Zuhause übermittelt. Wie nah doch Glück und Unglück, Licht und Schatten manchmal beieinander liegen. Yoga hilft damit besser umzugehen.

Insgesamt war es ein echt empfehlenswerter Urlaub. Ein Manko ist allerdings dort die Müllentsorgung. Der Müll wird einfach direkt vor Ort verbrannt, sei es im Dschungel, im eigenen Garten oder am Strand. Zumindest in den ländlichen Gebieten auf Sri Lanka gibt es keine Müllabfuhr, was mich doch sehr erschrocken hat. Hier bleibt zu hoffen, dass Sri Lanka in der Müllentsorgung weiter Fortschritte machen wird.

Yoga mit Kindern und Senioren

Am Tag der Generationen durfte ich im Altenzentrum Weilerswist mit Kindergartenkindern und Senioren zusammen Yoga praktizieren. Ich war gespannt, wie Jung und Alt zusammen harmonieren würden. Vor der Herausforderung als Yogalehrerin die verschiedenen Generationen unter einen Hut zu bekommen hatte ich Respekt. Gleichzeitig war da Neugier und Vorfreude.

Die Kinder setzten sich, ebenso gespannt wie ich, auf die im Kreis ausgelegten Matten. Drumherum nahmen die Senioren in einem Stuhlkreis Platz. Viele hatten noch nie Yoga gemacht, aber es gab auch eine recht fitte ältere Yogini und Kinder mit Yogaerfahrung. Nach der Vorstellungsrunde, erklärte ich kurz, worum es im Yoga geht und was Yoga bedeutet. Danach starteten wir mit den ersten Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen. Dies ist schon für die Kleinen so wertvoll, da sie in unserer schnelllebigen Welt durch die Übungen lernen können sich besser auf eine Sache zu fokussieren. Es folgten Mobilisationsübungen und der Sonnengruß.

Die Senioren konnten die Übungen entsprechend abgewandelt auf ihren Stühlen mitmachen oder auch einfach nur zugucken. Ihre Freude, die Kinder in ihrer spielerischen Art zu beobachten, konnte man deutlich wahrnehmen. Anschließend reisten wir durch den Dschungel, indem die verschiedenen Yogaübungen mit Tiernamen benannt, spielerisch geübt wurden. Zum Abschluss gab es eine Entspannungseinheit und gesungene Atemübungen begleitet durch mein „pink peace“ Harmonium.

Ich war positiv überrascht, wie motiviert und harmonisch die beiden Generationen zusammen Yoga geübt haben. Der Kölner Stadtanzeiger berichtete über den Tag der Generationen mit ebenfalls positiver Resonanz. Anbei Fotos von der Yogastunde und hier noch der Link zum Zeitungsartikel.

Life Hack Meditation

Als ich mit Yoga anfing, konnte ich mich nur schwer mit Meditation anfreunden. Einfach dasitzen und an nichts denken war nichts für mich. Ich wollte mich lieber bewegen oder etwas „sinnvolleres“ tun. Obwohl ich von den zahlreichen positiven Studien zum Thema Mediation wusste, konnte ich es einfach persönlich (noch) nicht nachvollziehen. Also machte ich lieber die Atemübungen (Pranayama) mit Kapalabhati (der Feueratmung/Schnellatmung) und Nadi Shodhana/Anuloma Viloma (der Wechselatmung). Hier war das Ergebnis wenigstens sofort spürbar: mehr Energie, Konzentration, Anregung des Stoffwechsels, erhöhter Sauerstoffgehalt im Blut (dadurch wird das Blut basischer), mit der Zeit steigert man das Lungenvolumen durch die Atemanhaltephasen etc.

Während des ersten Jahres meiner Yogalehrerausbildung änderte sich daran auch nichts und ich dachte schon, ich müsste das eigentliche Ziel des Yoga wohl besser ausklammern und für mich bleibt der Weg das Ziel. Das war ja auch schon sehr hilfreich und fühlte sich gut an.

Kurz darauf las ich aber in einem Kommentar zum Yoga Sutra von Patanjali, dass es vielen so geht auf ihrem Weg und dass man einfach mit den Atemübungen weiter machen soll um mehr Konzentration zu erlangen. Über diesen Weg würde man schon zur Meditation kommen. Das motivierte mich dran zu bleiben und siehe da, nach über einem Jahr machte es plötzlich „klick“ und es fiel mir viel leichter zu meditieren und ich spürte nun auch unmittelbar die positiven Auswirkungen.

Eins noch zum Schluß: Du bist was du denkst! Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen dem, was du wirklich erlebt und gesehen hast und dem, was du denkst. Durch unser Denken schaffen wir unsere eigene Realität.

Probiere es doch selbst einfach mal aus:

Setze dich (am Besten im kreuzbeinigen Sitz) gerade hin, schließe die Augen, atme mehrmals tief in den Bauch ein und wieder aus. Dann sage dir bei jedem Atemzug „Ich bin voller Kraft und Energie. Mir geht es gut.“ Oder auch: „Ich bin ruhig und gelassen.“ Je nachdem was du halt gerade gut gebrauchen kannst. 🙂

Mantra Yoga

Schon zu Beginn meiner ersten Mantra Yoga Stunden, wurde ich magisch von den altindischen Gesängen auf Sanskrit angezogen. Obwohl ich anfangs kein Wort verstand, von dem was gesungen wurde, spürte ich dennoch die friedvolle, positive Stimmung die dadurch auf mich und mein Umfeld übertragen wurde.

Was für eine verrückte Nudel sie doch ist, müssen manche jetzt denken! Zugegeben, das habe ich auch anfangs gedacht 🙂 Warum fand ich denn ausgerechnet das jetzt interessant?

Das singen in der Gemeinschaft die Stimmung hebt und dazu noch eine spitzen Atemübung ist, kam mir erst später in den Sinn. Nicht umsonst wird Musik effektiv in der Musiktherapie eingesetzt. Außerdem lehrte mich das, mich so anzunehmen und zu akzeptieren wie ich halt bin. Nur so kann man glücklich werden, wenn es einem einfach egal ist, was andere von einem denken. So wie Kleinkinder einfach natürlich glücklich sind, weil sie keinen Gedanken daran verschwenden, was andere von ihnen halten. Jeder sollte das tun, was ihn glücklich macht, solange andere dadurch nicht geschadet werden.

Es folgten zahlreiche Yogastunden und ich merkte, wie sie mir zu mehr Kraft und Energie verhalfen. Die Kombination aus Asanas, Atemübungen, Mediation und Mantra Yoga versetzte bei mir Berge.

Während meiner Ausbildung zur Yogalehrerin, schaffte ich mir kurzerhand ein eigenes Harmonium an. Ein kleiner Holzkasten mit Tastatur und Blasebalg, welcher die typisch langgezogenen Töne von sich gibt. Ich orderte es direkt aus Indien. Mein Harmonium hieß im Shop: „pink peace“. Ein sehr passender Name wie ich finde!

Ein Stückchen Frieden in meiner Lieblingsfarbe, warum eigentlich nicht? Das Auge hört ja schließlich mit 😉

Klavier spielen konnte ich schon und die verschiedenen Akkorde für die jeweiligen Mantren lernte ich auf einem Wochenendseminar.

Wahrscheinlich hätte ich mir das Harmonium nicht angeschafft, wenn es in unserem kleinen Ausbildungscenter schon eins gegeben hätte, aber so ganz ohne fehlte dann doch etwas. Meine Ausbildungsleiterin machte einen Freudensprung, als sie „pink peace“ sah und so kam es kürzlich zu unserer ersten gemeinsamen Mantra Yoga Stunde. 🙂

Ich freue mich auf viele weitere Stunden! Om Shanti 🙂

    

Die Atmung im Yoga – Der Schlüssel zur Entspannung & Energie

Ein Mensch kann Wochen ohne feste Nahrung auskommen, ein paar Tage ohne etwas zu Trinken, aber nur wenige Minuten ohne Luft zu atmen. Das allein zeigt, wie wichtig die Atmung für unser Leben ist. Doch im Alltag denken wir meist nicht darüber nach, der Atem kommt und geht einfach völlig unbewusst.

Während viele Menschen mit rund nach vorn gebeugtem Rücken stundenlang vor dem Computer auf der Arbeit sitzen, fällt es besonders schwer zu atmen. Hierfür muss die Atemmuskulatur erst einmal den Oberkörper in eine aufrechtere Haltung bewegen, damit Luft besser einströmen kann. Durch die unbewusste Atmung bleibt der Atemvorgang oberflächlich, wir atmen schlichtweg zu „kurz“. Der Körper wird zu wenig mit Sauerstoff durchflutet. Dabei ist dies so wichtig, damit das Blut basischer wird, bestimmte Stoffwechselvorgänge angeregt werden und man sich insgesamt wacher, fitter und entspannter fühlt.

Hier liegt der Schlüssel zur Entspannung: Wer tief und ruhig durchatmet, entspannt seinen Körper ganz automatisch! Bei Angst hingegen stockt einem der Atem. Bei hoher Aufregung wird viel zu schnell und hektisch geatmet, man läuft Gefahr zu hyperventilieren. Seufzen tagsüber, sprich tiefes ein- und ausatmen,  ist ein Signal vom Körper Stress abzubauen, Verbrauchtes abzugeben und den Körper im Verlangen nach mehr Sauerstoff Energie zukommen zu lassen.

Wie atmet man nun „richtig“?

Hierfür sollte man zuerst einmal den Atemvorgang verstehen. Bei der Atmung geschieht eine dreidimensionale (von oben nach unten, von Seite zur Seite und von vorn nach hinten) Formveränderung der Brust- und Bauchhöhle. Dies kann man gut spüren, indem man während tiefer Atemzüge seine Hände auf den Brustkorb bzw. die Rippen legt und die Bewegung fühlt.

Anders als vermutet, saugen wir die Luft nicht ein, sondern wir schaffen nur den Raum dafür! Durch die muskuläre Erweiterung der Brust- und Bauchhöhle entsteht ein Unterdruck und Luft strömt von außerhalb in uns hinein.

Die Brusthöhle schafft eine Veränderung in Form und Volumen (wie ein Akkordeon). Die Bauchhöhle schafft während des Atemvorganges hingegen nur eine Veränderung der Form (das Volumen bleibt immer gleich, wie bei einem Wasserballon). Die Brusthöhle weitet sich während der Einatmung und drückt somit auf die Bauchhöhle. Der Bauch schiebt sich dadurch nach vorn. Ist der Magen durch viel Essen oder Trinken gefüllt, fällt das atmen schwerer, da das Volumen der Bauchhöhle ansteigt, indem sich der Magen ausdehnt. Dadurch bleibt folglich weniger Platz für das Volumen der Brusthöhle.

Das Zwerchfell ist der Hauptatemmuskel und trennt den Bauchraum vom Brustraum ab. Bei der Einatmung schiebt das Zwerchfell den Bauch nach vorn und hebt den Brustkorb an. Die Ausatmung ist bei ruhiger Atmung eine passive Umkehrung dieses Vorganges.

Durch die Atmung und die damit verbundenen Bewegungen im Torso, werden auch die Organe bewegt und massiert. Die Qualität unserer Atmung hat daher große gesundheitliche Auswirkungen (besonders auf Darm, Herz und Lunge).

Im Yoga gibt es viele verschiedene Techniken um die Atmung bzw. die Atemmuskulatur zu trainieren, den Atem bewusst zu spüren und sich darauf zu konzentrieren. Atem-Körper-Konzentration ist der Schlüssel zur Entspannung, Gesundheit und für mehr Energie. Probiere es aus und erfahre es selbst! 🙂

Outdoor Fitness – ein neuer Trend für mehr Lebensqualität

Der Frühling steht vor der Tür und somit auch endlich besseres Wetter. Höchste Zeit vor die Türe zu gehen, frische Luft zu tanken und sich in der Sonne zu bewegen.

Körperliche Aktivität steigert nicht nur die Lebensqualität, sondern mindert das Risiko vieler Erkrankungen und hat großen Einfluss auf das Wohlbefinden. Bewegt man sich in der Natur anstelle auf einem Laufband, so wird das Gehirn und die Muskulatur zusätzlich trainiert, indem man kleinen Hindernissen auf den Waldwegen ausweichen muss und der Untergrund unebener ist. Das Gleichgewicht wird gefordert.

Outdoor Fitness bietet hierfür den richtigen Rahmen. In den Großstädten findet man ein breites Angebot von Kursen unter freiem Himmel, von fernöstlichen Entspannungstechniken wie Qi Gong bis hin zu hoch sportlichen Bootcamps.

Nun möchte ich das eher übersichtliche Angebot in unserer Umgebung vergrößern. Der neue Outdoor Fitnesskurs in Erftstadt findet am Liblarer See statt. Es wird kein Bootcamp (es sei denn, du willst das daraus machen 🙂 ), sondern ein harmonischer Mix aus walken als Kernelement und vielen verschiedenen Übungen aus dem Bereich functional Training, Bauch-Beine-Po, Rückentraining, Yoga, Pilates, Atemübungen und Achtsamkeit. Ich biete verschiedene Schwierigkeitsgrade in den einzelnen Übungen an, so kannst du nach deiner aktuellen Tagesform variieren.

Trainiere flexibel und unabhängig, melde dich einfach einen Tag vorher per Email zum jeweiligen Kurstag an und spüre selbst die positiven Wirkungen des neuen Outdoor Fitness Kurses am Liblarer See!

Aerial Yoga

Diesen Monat nahm ich wieder an einem Aerial Yoga Kurs in Euskirchen teil. Aerial Yoga verbindet Elemente des klassischen Yogas mit Übungen aus der Luftakrobatik. Praktiziert wird in einem Nylontuch, welches an zwei Haken an der Decke befestigt wird. Diese Tücher werden auch in akrobatischen Shows, wie z.B. dem Cirque du Soleil, eingesetzt. Dabei gibt man sein Körpergewicht in vielen Übungen ganz an das Tuch ab und kommt so in die Schwerelosigkeit.

Nachdem man anfangs erst einmal Vertrauen in das Tuch gewinnen muss (hält es mich auch wirklich fest & sicher?) und sich kurz überwinden muss kopfüber zu hängen, ist es traumhaft schön und entspannend zugleich, durch die Übungen zu fließen bzw. zu schweben. Besonders die Umkehrstellungen sind super entlastend für Rücken und Bandscheiben.

Das Tuch hilft Anfängern besser in manche Yoga Stellungen zu kommen und eröffnet auch Fortgeschrittenen eine neue Dimension des Yoga kennenzulernen.

Ich war gleich von Anfang an so begeistert vom Aerial Yoga, dass ich mir ein Tuch in meinem privaten Übungsraum in Weilerswist angeschafft habe und es täglich in meine Übungen integriere.

 

Yoga Conference Köln 2017

Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal an der Yoga Conference in Köln teilgenommen. Sie fand an einem sonnigen Tag im Mai im Pullmann Hotel Köln statt. Zahlreiche Yogafans aus dem In- und Ausland kamen um Kurse bei namenhaften Yogalehrern zu belegen. Ich freute mich besonders mein langjähriges Vorbild in der Kursgestaltung, Luna Schmidt von Body Mind Spirit aus Zürich (siehe Foto unten), zu sehen. Schon vor 10 Jahren beeindruckten mich ihre gut durchdachten und effektiven Fitness- DVDs. Auch die Kursstunde von Patrick Broome fand ich sehr schön und nachhaltig.

Es war ein interessantes Erlebnis einmal mit über 100 Personen in einem Raum Yoga zu praktizieren. Auch wenn ich sonst froh bin mit kleinen Gruppen zu trainieren, da so individueller auf die Kursteilnehmer eingegangen werden kann. Als Anfänger sollte man daher lieber nicht direkt auf eine große Conference gehen, sondern sich zuvor von einem erfahrenen Lehrer in das komplexe Thema einführen lassen.

Nach 5 Yogastunden à 90 min. machte ich mich an diesem Tag müde (um es genauer zu sagen: fix und fertig ;-)), aber glücklich auf den Heimweg. Ich bin sehr dankbar für diesen spannenden Tag und die damit verbundenen neuen Eindrücke!